Schonzeiten Bayern

Vereinsinterne Bestimmungen sind Fett und Rot gekennzeichnet

 
FischartSchonzeitSchonmaß
Flußneunaugeganzjährig—–
Bachneunaugeganzjährig—–
Donau-Neunaugenganzjährig—–
Störganzjährig—–
Sterletganzjährig—–
Maifischganzjährig—–
Bachforelle1.10 – 28.228 cm
Seeforelle1.10 – 28.260 cm
Regenbogenforelle15.12 – 15.428 cm
Bachsaibling1.10 – 28.220 cm
Seesaibling1.10 – 28.230 cm
Huchen15.2 – 31.590 cm
Blaufelchen15.10 – 31.1230 cm
Gangfisch15.10 – 31.1230 cm
Sandfelchen15.10 – 31.1230 cm
Kilchganzjährig—–
Äsche1.1 – 30.435 cm
Rotauge—–—–
Frauennerfling1.3 – 30.630 cm
Perlfischganzjährig—–
Moderlieschen—–—–
Hasel—–—–
Aitel (Döbel)—–25 cm
Strömerganzjährig—–
Nerfling—–30 cm
Elritze—–—–
Rotfeder—–—–
Schied (Rapfen)—–40 cm
Barbe01.05. – 15.0640 cm
Schleie16.05. – 30.6.26 cm
NaseVereinsintern ganzjährig—–
Gründling—–—–
Steingreßlingganzjährig—–
Mairenke—–—–
Laube—–—–
Schneiderganzjährig—–
Güster—–—–
Zobel—–—–
Zopeganzjährig—–
Zährte,Seerüßling—–—–
Stichlingganzjährig—–
Bitterlingganzjährig—–
Karausche—–—–
Giebel—–—–
Spiegelkarpfen—–35 cm
Schuppenkarpfen—–35 cm
Bartgrundelganzjährig—–
Schlammpeitzgerganzjährig—–
Steinbeißerganzjährig—–
Wels (Waller)—–70 cm
Aal—–50 cm
Hecht01.01.-30.04.60 cm
Flußbarsch—–25 cm
Zander15.3 – 30.450 cm
Schrätzerganzjährig—–
Streberganzjährig—–
Zingelganzjährig—–
Marmorierte Grundel—–—–
Koppe—–—–
3-stachliger Stichling—–—–
9-stachliger Stichlingganzjährig—–
Silberkarpfen—–60 cm
Grasfisch—–60 cm
Rutte (Quappe)—–30 cm

 

Fischereigesetzes für Bayern (AVFiG)

 

Verordnung zur Ausführung des Fischereigesetzes für Bayern (AVFiG) 4.11.1987, zuletzt geändert 12.5.1997 – gültig ab 1.6.1997

§ 9 Fangbeschränkungen nach Zeit und Maß (Perlfischerei beachten!)
(1)Fische, Neunaugen, Krebse, Muscheln (Nährtiere) dürfen unter Berücksichtigung des Schutzes bestandsgefährdeter Arten während des ganzen Jahres gefangen werden, soweit nicht Schonzeiten festgesetzt sind.
(2) *Fische dürfen erst gefangen werden, wenn sie die festgesetzten Schonmaße erreicht haben. *Schonmaßfeststellung von der Kopfspitze bis zum Körperende einschließlich der Flosse (Fische) oder von Kopfspitze (Rostrum) bis Ende Schwanzfächer (Krebs).
(6) *Untermaßige oder während der Schonzeit (zufällig) gefangene, lebensfähige Fische sind mit der erforderlichen Sorgfalt in dieselbe Gewässerstrecke zurückzusetzen.

§ 12 Verbotene Fangarten, Fanggeräte und Vorrichtungen
(1) Verboten ist… u.a. 3) Fischen mit lebendem Köderfisch,9) Fischen unter gleichzeitiger Benutzung von mehr als zwei Handangeln (Schnur mit oder ohne Rute/Gerte); neben der Hegene darf gleichzeitig keine weitere Handangel verwendet werden. (Fischen mit Echolot!)

§ 13 Angelfischerei
(1) *Die Handangel darf höchstens drei Anbißstellen haben, die beködert sein müssen – Natur-/Kunstköder – *Abweichend von Satz 1 Hegene bis zu fünf Anbißstellen ##Kunstköder## (auch bei weniger Anbißstellen ist eine weitere Hegene unzulässig!) Das werfen mit sofortigen Einziehen der Hegene ist untersagt – Reißangel ! (Handangeln sind ständig zu beaufsichtigen)

§§ 10/11 Besatzmaßnahmen:
Gemeinschaftsfischen: Vier– Wochenfrist, bzw. allgemein =Zwei– Wochenfrist; Fischfang auf die eingesetzte Fischart … siehe auch § 9.

§ 19 Aussetzen von Fischen, Abs. 1 – 7: Betrifft u.a. auch “Köderfische – fremde Fischarten” Art. 1/Abs. 2 Satz 2 FiG.
Hege
– Gebot/-Verbot-Verpflichtung, z. B. Fang verbutteter Weißfische, Barsche, Fangstatistik / Fischmarkierung, Schonhaken / Köder, Gewässerpflege, “Rucksackfischerei”, Lebensmittel Fisch – Verwertung (Bisambekämpfung)

Fischereiausübung / Angeln nur mit gültigem Fischereischein Jugendfischereischein 10-18 Jahre, Fischereiausübung nur in Begleitung eines volljährigen / verantwortlichen Fischereischeininhabers.
Bestätigter Fischereiaufseher (Polizei – Fischereiberechtigter, Pächter) Art. 87 Abs 7 FiG./ § 3 VO, die Fischereiausweise sind auf Verlangen auszuhändigen.
Töten – Schlachten wechselwarmer Wirbeltiere (Fische), TierschG § 1/17
*Betäuben: Wuchtige Schläge mit entsprechenden, Gegenstand auf den Kopf etwa oberhalb der Augen. (§ 4 Schlachtverordnung)
*Augendrehreflex nicht mehr vorhanden, richtige, wirksame Betäubung.
*Kiemenschnitt (Kiemenrundschnitt): = Durchtrennung der Herz-/Kiemenarterie = Tod durch Ausbluten / Blutentzug (Frischfischqualität!) Kiemendeckel anheben, mit scharfem Messer hinter den Kiemenbögen, schräg von oben nach unten, bis zum Herz schneiden.
*Ausweiden / Ausnehmen d.h. Innenorgane herausnehmen
*keinen Herzstich – keinen Genickstich! – s. u.a. Tierschutzgesetz § 17
*Fische tot, nicht ausgeweidet (speziell Raubfische) vorhandene Verdauungssäfte wirken zersetzend, geschmacksverändernd auf die Fleischqualität ; desgleichen Nieren, Blutreste und Kiemenbögen.
*Aal töten = ohne Betäubung Wirbelsäulen – Trennstich dicht hinter dem Kopf, sofortige Herausnahme der Innenorgane einschließlich des Herzens
*beachten: Entnahme vom Nierenpfropfen – Aalfaden – Nierenfaden
*Verboten: siehe TierschG § 17 Tot – laufen – lassen in Salz / Sand; Entschleimen mit Salmiak; siehe FiG E 1.1, Schlachtverordnung.
*Krebse töten: einzeln in stark kochendes Wasser werfen
*Hältern: gefangener Fische (§ 17 AVFiG) geringstmögliche dauer, knotenfreie / Textilien bei Setzkescher, räumliche Größe! Kein Fischaustausch / zurücksetzen der Fische nach Hälterung. (s. § 31 AVFiG)
*Verboten: das Einbringen toter oder zerstückelter Fische / Fischeingeweide zwecks Fütterung / Entsorgung in das Fischwasser. Parasitenübertragung, Fischkrankheiten, (Ratten, Wasservögel), s. § 2 Abs. 2/26.05.1982. Nr.E5-5600. Fischseuchen-Bekämpfung.
*Fischkrankheiten melde-anzeigenpflichtig: SVC – IPN – IHN – VHS